Ein kleiner Nachtrag zu diesem Artikel.

Zuviel des Guten – genau das ist gerade mein Problem. Ich besitze mehr schöne Sachen, als ich Platz habe, deshalb muss ich mich von einigem trennen … ich werde Überraschungspäckchen schnüren, mit schönen Dingen und Hannafaktur-Sachen, und DU kannst eins haben.
… ich will dafür nur ein bisschen Deiner Zeit: schick mir eine kleine Geschichte/Gedicht/Bild/Comic/Foto/… zum Thema: LOSLASSEN und lege eine 2,20 € Briefmarke und einen extra Zettel mit Deiner Adresse bei (oder kündige Deinen Besuch in meinem Atelier an). Alle Einsendungen werden hier, soweit nicht anders gewünscht, gezeigt.
Falls wir uns nicht kennen, dann gib noch deinen Blog oder so an, dann hab ich es leichter beim Überraschungspäckchen zusammenstellen. Meine Adresse: Hannafaktur — Hanna Lindner — Morgenstraße 27 im Hof — 76137 Karlsruhe
Allgemein, Hannafaktur 1 KommentarHier war es so still, als gäbe es mich gar nicht mehr. Dabei war ich nur ein paar Tage in Urlaub. Und irgendwie bin ich noch nicht so recht im neuen Jahr angekommen und muss noch etliche Projekte abschließen, bevor ich mich zu neuen Abenteuern aufmachen kann. Heute dran: Büro aufräumen.
Kopfsalat Noch kein KommentarDer Lametta Weihnachtsmarkt in der Fleischmarkthalle war großartig. Meine Wackelunscharf-Stimmungsbilder sind am Samstag eine Stunde vor Schließung aufgenommen, und es war immer noch voll. Und das war die ganzen zwei Tage über nie anders. Es war anstrengend, aber auch echt gut.
Sehr amüsiert hat mich ein völlig humorloses Kind, das sich mit seiner Mutter unterhalten hat.
Was ist denn das?
Das sind Anstecker.
Hä?
Die macht man sich an die Jacke oder an den Pulli.
Aha … und das?
Das sind Schlüsselanhänger.
(Pause) Ja, aber würdest du dir SOWAS an den Schlüssel machen?
Da musste ich dann lachen. Das SOWAS waren Filzschlaufen-Schlüsselanhänger, also wirklich Mainstream.
Mein Stand war etwas pastellig und von unten beleuchtet, das hat ganz gut funktioniert. Und ich habe es geschafft, alles (= Tisch, Blumenbank, Produkte und Licht) zu Fuß mit einer Sackkarre zu transportieren. Top =)
Ein sehr großes Lob an das Lametta-Orga-Komitee: es war wundervoll, und ein großes Dankeschön an alle Kunden und Besucher und alle anderen Aussteller: es war mir eine große Freude.
Bilderkucken, Hannafaktur 2 KommentareKurz habe ich darüber nachgedackt, ob der obligatorische Plätzchen-Post sein muss … ja, muss =)
Natürlich gibt es eine Menge nuss- und laktosefreier Plätzchenrezepte. Aber wenn meine selbstgebackenen drei Plätzchensorten mich nicht an meine Kindheit erinnern, dann ist nicht richtig Advent. Wie letztes Jahr gibt es Lebkuchen wie von Oma mit gemahlenen Kürbiskernen statt Nüssen. Dieses Jahr euch sehr schön in Rautenform geschnitten von meinem tapferen Assistenten =)
Und dieses Jahr habe ich trotz meiner Ausstechunlust was ausgestochen: Kleiebrödle, da habe ich die Nüsse einfach durch Haferkleie ersetzt. Die Plagiate sehen aus wie echt und schmecken auch lecker (meine Rezept hatte nur 4 Eier und etwas weniger Zucker). Das nervige Häubchen aufsetzen geht mit einer Spritztülle oder Plastiktüte auch ganz einfach.
Das dritte im Bilde ist Finnisches Kaffeebrot, sehr unspektakulär, aber sehr lecker, am meisten mag ich die Konsistenz und dass es nicht so süß ist (und man muss es nichts ausstechen und das Eibestreichen spar ich mir auch).
So!
Die Uhr:Zeit gibts jetzt zum ganz individuell zusammenstellen in meinem Shop.
Und falls Du Dich schon immer gefragt hast, wie macht die Hanna das denn, dann kannst Du hier mal zukucken!
Was Du nicht siehst: wie ich die Etuis aus Karton mit dem Cutter zuschneide, einzeln von Hand rille, falze und bestemple.
Ich vermisse Omas Lebkuchen und wie es bei ihr im Wohnzimmer roch, nach Ölofen und Eukalyptusbonbons. Ich vermisse die Besuche von Frau Rosa und dem Luisle und der Hammer-Sophie, die immer bessere Pfirsiche (und Kartoffeln und Gurken und … ) hatte als Oma. Gertrud, die immer so lustig war, obwohl sie auch so alt war. Das alte Sofa, das neben dem klapprigen Küchentisch stand. Der gelbe Salzstreuer aus Kunststoff. Das Geräusch der Glasmurmeln in der Blechdose. Auf dem arschkalten Klo sitzen und sich wie immer fragen, warum der knalltürkisfarbene Klorollenhalter einen integrierten schwarzen Aschenbecher hat, obwohl doch keiner raucht. Das Toilettenpapier mit Aufdruck und Prägung bewundern. Warmes Ofenknistern in der Küche. Auf der Holzkiste sitzen und die Füße zum Aufwärmen in den Backofen strecken. Omabrot mit Butter und Marmelade. Und das Türklappgeräusch, wenn die Marmelade aus dem Buffet geholt wurde … wie es in dem Schrank roch weiß ich noch genau.
Was vermisst du?
Kopfsalat 3 KommentareDie Zeit vergeht immer schneller. Abends bin ich schon immer fleißig am Geschenke basteln und – zum Leidwesen meines Mannes – Weihnachtskassetten hören. Ich habe genau 2, und die werden rauf und runter gehört! Besonders gruselig findet er die zwischen Geschichten und Gedichten singenden Kinderchöre. Die sind auch wirklich nicht so dolle, aber nach 20 Jahren macht mir das wirklich nichts mehr aus. Am lustigsten finde ich “Ein Büblein steht am Weiher”, wegen der glotzenden Fische. Und bei Eichendorffs “hehres Glänzen, heilges Schauern” krieg ich noch immer eine Gänsehaut.
Wie immer im Advent ärgere ich mich ein bisschen, dass ich nicht einfach für eine Weile klein sein kann, elf oder so. Da ist alles besser: das Leuchten und Blinken betört, der Weihnachtsmarkt bezaubert und die Zeit bis Weihnachten scheint unendlich lang zu sein (keine Gedanken werden an Stromverschwendung, Glühweinleichen und Terminstress verschwendet). Hach.
Und wer mag: am Samstag ist Kinkerlitzchen.
Kopfsalat Noch kein KommentarIst es nicht ein schöner Anblick?

Unser Dawanda-Gemeinschftsstand, der bis Sonntag noch in der Kunsthandwerkerhütte neben der Eisfläche zu Gast ist.
Am Sonntag war mein erster Adventsmarkt, und zwar in Pforzheim-Dillweißenstein.
In Dillweißenstein sieht es aus wie in einem Bilderbuch. Ein kleiner Fluss trennt das hügelige Dorf vom Wald, die Straßen sind so schmal, dass kein Platz für einen Gehweg bleibt, alles ist verwinkelt, uralte Scheunen stehen zwischen hübsch renovierten Häusern und alle ist so zauberhaft, das es schon richtiggehend unheimlich ist.
Der Markt war im “Goldener Anker“, und anders als der Name es vermuten lässt, ist das Restaurant in einem historischen Gebäude untergebracht, bei dem neu und alt stimmig kombiniert sind. Und die Besucher des Marktes haben mich auch wirklich gerührt. Meine zum Anschauen in die Hand genommenen Karten wurden wieder passgenau auf den Stapel zurückgelegt. Das ist nur ein Detail, aber es ist doch auch eine Art der Wertschätzung, wenn nicht alles so grob angegrabbelt wird.
Es war alles in allem ein sehr schöner Sonntag, und ich komme bestimmt bald wieder nach Dillweißenstein, um mich dort mal näher umzusehen.
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