Manchmal träume ich davon, ein komplettes Event durchzudesignen. Einladung, Programm, Deko, Speisekarte, bedruckte Stoffservietten und Gläseruntersetzer (die gleichzeitig als Tischkärtchen dienen könnten – so würde man endlich mal mit hoher Wahrscheinlichkeit das eigene Glas erwischen), und am besten noch dazu passende Schürzen für die Buffeedamen und Serviertücher. Es gibt ne Menge Sachen, die da zu weit gehen, aber toll wären. Angefangen von bedrucktem Porzellan bis zu handgravierten Gläsern und bedrucktem Toilettenpapier. Schade, dass sich mein Bruder standhaft weigert seine Hochzeit zu feiern. Plant zufällig sonst jemand einen Antrag oder Ähnliches? Also, ich wär dabei
… surely wins the race. So zumindest versuchte ich mich am Freitag zu motivieren, als ich die paar Kilo Bleibuchsataben sortierte, die ich relativ günstig bei Ebay erstanden habe. Ich habe jetzt schon zwei Freitage sortiert und werde wohl noch 5 weitere brauchen. Und ich bin mir nicht mal sicher, ob ich damit überhaupt etwas anfangen kann. Aber ich stellte immerhin fest, dass ich von der drögen Sortiererei profitiere: ich höre dabei viele interessante Beiträge auf Deutschlandfunk und ich bekomme so ein Gefühl für die Schrift. Klingt blöd, aber ich kann beispielsweise problemlos das M vom W unterscheiden, die s sind im Vergleich ganz süß klein und besonders lieb gewonnen habe ich das g und das a.
Allgemein Noch kein KommentarLetzen Samstag habe ich spontan die Jahresausstellung an der HfG besucht und war positiv überrascht. Grade im Bereich Produktdesign waren sehr, sehr gute Sachen dabei. Ich weiß ja dass die HfG einen guten Ruf hat, aber die letzte und einzige Jahresausstellung die ich besucht hatte – das war 2003 oder so -, hat mich nicht beeindruckt. Umso schöner jetzt die Überraschung; manche Dinge hätte ich am liebsten mit nach Hause genommen.
Allgemein Noch kein KommentarObwohl ich noch gar nicht Geburtstag habe, habe ich schon zwei Geschenke bekommen: eine neue Fahrradkette und neue Reifen, sowie Laufschuhe. Und beides ist ganz toll. Eigentlich könnt der Geburtstag jetzt auch ausfallen.
Kopfsalat 1 KommentarEulen flattern auf meinem Balkon. Ich versuche mich im lowfi Siebdruck; erstaunlich wie einfach das geht und erstaunlich wie leicht trotzdem was schief geht.
Hannafaktur Noch kein Kommentar“Gesellschaften sind entweder reich an Gütern oder reich an Zeit, aber Güterwohlstand und Zeitwohlstand verhalten sich umgekehrt proportional. Das heißt, entweder wir sind arm an Gütern, eine arme Gesellschaft, die aber viel Zeit zu verschenken hat und nicht das Gefühl hat, Zeit ist knapp; oder wir sind eine Wohlstandsgesellschaft wie unsere heutige Gesellschaft, die unter permanentem und wachsendem Zeithunger leiden. ”
Professor Hartmut Rosa zitiert Staffan Linder
Hier der ganze Bericht zum Lesen oder Hören (oben rechts …)
Ich bin gelangweilt von den hundertsten “so schön wohnen Designer” Serie, gelangweilt von der zweihundertsten Idee, wie man ein altes Regal aufpimpen kann, gelangweilt von wunderschönen anbetungswürdigen Kleidungsstücken (die ab Größe 38 scheiße aussehen), perfekt dazu passenden Accessoires, und dem viel zu oft zitierten Credo “indie ist ecofriendly” (was in den meisten Fällen wahrscheinlich nicht mal stimmt). Ehrlich gesagt bin ich nicht nur gelangweilt, sondern auch etwas genervt.
Ich bin Designer und mein Heim ist nicht besonders heimelig, ich bin nämlich unordentlich habe kein Arbeitszimmer. Und ich mag selbstgemachte Sachen wirklich gerne, aber dieses Trara darum geht mir grade mächtig auf die Nerven. Zum einen, weil es an Authentizität verliert, zum anderen scheint mir, dass die ganze DIY-Idee mehr konsumiert wird, als dass sie Kreativität fördert, und das finde ich sehr schade. Was ich in diesem Zusammenhang mit Konsumieren meine ist vielleicht nicht so leicht zu verstehen: Es gibt eine Anleitung mit Punkten, die man für ein bestimmtes Ergebnis abzuarbeiten hat. Das an sich ist ja nichts Schlimmes, aber mir scheint, dass der Schwerpunkt dabei oft auf dem Ergebnis liegt und nicht gleichermaßen auf dem Herstellungsprozess & der Erfahrung die man dabei gewinnt. Und dass zudem die Einsicht fehlt, dass hinter der Anleitung ein ganzer Prozess steht, der sich am einfachsten mit Durchhaltevermögen, Versuch und Irrtum beschreiben lässt.
Vielleicht ist das ein wesentlicher Punkt: wir wollen bei dem was wir tun Erfolg haben. Erfolg definieren wir mit Ergebnissen. Und wenn die nicht gut sind, war alles umsonst.
So, und was machen wir jetzt um das zu lösen? Freue mich auf deine Idee =)
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