12. Oktober 2011 12:43 Uhr
Völlig in Vergessenheit geraten: als Kind hatte ich eine Bontempi Hit Organ! In Plastikknallrot. Und ich durfte immer nur spielen, wenn keiner zu hause war oder ich ein Kissen zur Lärmdämmung darauf legte.

Und bei all diesen schönen Erinnerungen überkam mich die Sehnsucht und ich habe bei Ebay eine ähnliche ersteigert (eine Hit Organ 9, nicht knallrot, eher so nikotingelb mit silber). Es klingt so schaurig schön … Hier gibts ein, zwei Beispiele und ich über mich in Geduld, auf dass mein Paket ankommt und das Ding vor allem auch funktionstüchtig ist.
Kleine Welt Erlebnisse
16. Dezember 2010 11:21 Uhr
Anfang November habe ich eine Winterbettdecke bestellt. In einem Kaufhaus vor Ort, man muss ja nicht immer im Internet, dachte ich. “Wir rufen Sie an!” – angerufen hat keiner. Erneuter Besuch im Laden: “Wir rufen Sie an!” – angerufen hat keiner. Beim Dritten Besuch: “Morgen kommt die Decke, und wenn nicht, ruf ich Sie an und gebe Bescheid!” – angerufen hat keiner.
Aber Post kam. Eine Mahnung, ich solle, bitteschön endlich meine Decke bezahlen.
Der Dritte Besuch im Laden. Ich beschwere mich über die Mahnung. Die Verkäuferin tut ganz verwundert und zerknirscht, wechselt dann aber schnell zu “Ihre Decke ist ja aber auch schon seit letzter Woche da!”. Aha. Immerhin ist die Decke da, denke ich. Um kurz darauf festzustellen, es ist die Decke eines anderen Kunden.
Wegen der Mahnung werde ich von Verkäuferin 4 an Verkäuferin 5 verwiesen, die bedauert alles, aber Schuld seien Verkäuferin 1-3, und zudem der Spediteur 1+2, sie habe einen ganz anderen Aufgabenbereich. Trotz des anderen Aufgabenbereiches schafft sie es, mit ein wenig Nachdruck meinerseits, bei der Bettdeckenfirma anzurufen und den genauen Liefertermin zu erfragen. Mit einer triumphierenden Grinsen sagt sie zufrieden: “Ha! Ihre Decke konnte ja gar nicht kommen, denen liegt keine Bestellung von uns vor.” Ich bin für einige Sekunden sprachlos. Sie lächelt geschäftsmäßig liebenswert: “Sollen wir die Decke für Sie bestellen?”
Kleine Welt Erlebnisse
21. Oktober 2010 20:13 Uhr
Heute im Laden der Verkäufer:
Öh, was ist denn das, haben Sie das aus dem Keller?
- Ja, Recyclingleder.
Wissen Sie zufällig, wie das heißt?
- Äh, Recyclingleder?
(Tippt im Kassencomputer rum, murmelt: rot, blau, anthrazit …)
- Es ist schwarz …
Er schaut auf: Sie kennen sich aber gut aus!
Oh Mann.
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16. September 2010 18:15 Uhr
Verwirrend ist, wenn man einen Arzttermin bei einem neuen Arzt vereinbart, zwei Monate darauf wartet, und dann vor der betreffenden Haustür feststellt, den Arzt gibt es da nicht. In der Apotheke nebenan erfährt man, der Arzt praktiziert nicht mehr. Seit gut zwei Jahren.
Aus unerfindlichen Gründen hatte ich mir bei der Terminvereinbarung einen falschen Namen, eine falsche Hausnummer und eine falsche Telefonnummer notiert. War aber nicht so schlimm, denn ich war nicht etwa eine halbe Stunde zu spät, wie ich dachte, sondern 23,5 Stunden zu früh.
Heute hat alles geklappt.
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18. Mai 2010 19:37 Uhr
Als ich heute an der Bahnhaltestelle stand und drei bekopftuchte Frauen an mir vorbeiliefen, hat sich der Fremde neben mir herübergebeugt und in mein Ohr geflüstert: “Du, siehste die da? Die mag ich gar net so!”. Und, was soll ich sagen, das restliche Gespräch war auch skurril.
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8. April 2010 22:13 Uhr
Gerade habe ich mir bei einer Druckereibestellung einen zusätzlichen Datencheck für 5 Euro gegönnt, und promt wurden ein Fehler gefunden. Ich glaube, solche Dinge sollte man sich öfters gönnen. Einfach mal nicht geizig sein. Das würde sich bestimmt oft lohnen. Gestern wollte ich z.B. spezielle Briefumschläge bestellen, aber die Versandkosten von 10 € haben mich abgehalten. Stattdessen habe ich über eine Stunde nach einer Alternative gesucht und bin noch in die Stadt gelaufen, da hätte ich doch lieber mal tief durchgeatmet die 10 € bezahlt. Hätte mich weniger gekostet.
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19. November 2009 20:30 Uhr
Letzten Samstag war ich bei meinem eigenen Klassentreffen, oder besser gesagt Stufentreffen, der Realschule. Nachdem mich beim letzen Mal niemand eingeladen hat und ich der Entscheidung, ob ich hingehen möchte, enthoben war, gab es diesmal keine gute Entschuldigung nicht hinzugehen und ich habe es nicht bereut. Allzuviel kann man in der Öffentlichkeit ja nicht sagen, ohne jemand zu nahe zu treten. Es ist spannend, was für ein Leben sich jeder so zurechtgebastelt hat. Bei einigen hatte ich den Eindruck, dass sie mit ihrem jeweiligen gar nicht so glücklich sind. Andere dagegen machen genau das, wovon sie immer heimlich geträumt haben, oder etwas ganz Unspektakuläres, was sie aber glücklich macht. Das ist schön. Warum manche so betrunken waren, habe ich nicht verstanden. Ich jedenfalls hab mich ganz gern unter Kontrolle. Der schönste Moment des Abends war, als Herr H. in nicht mehr nüchternem Zustand gesagt hat:”Hanni! Dein Stimme war schon immer so … so rauchig … wie die von Udo Jürgens!”
So und jetzt gibst erst mal Essen. Reis, rote Beete und Pilze, falls es interessiert. Dann noch eine kleine Telefonie und schnell ins Bett. Ich arbeite gerade in meiner Lieblingsagentur und da gibt es morgen viel zu tun. Aber ich freu mich drauf, es ist so schön da.
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23. Oktober 2009 13:18 Uhr

Irgendwann musste es ja soweit kommen. Die Tasche stirbt! Sie war fast wie ein Familienmitglied. Die Lücke, die sie hinterlässt, wird kaum zu schließen sein.
Ich habe die Tasche von meiner Mutter bekommen. Die hat sie wiederum von meinem Bruder bekommen, als der sie nicht mehr als Sportbeutel verwendet hat, damals in den frühen Achtzigern. Und mein Bruder hat sie von meinem Cousin bekommen, glaube ich. Und ich hab sie geliebt. Wegen der perfekten Größe, dem geringen Gewicht und schön fand ich sie natürlich auch, es ist ja schon ein wirkliches Kleinod. Meistens habe ich sie auf Fahrradausflüge mitgenommen, weil genau eine 0,75l Flasche reinpasst und die Tasche sich einfach gut auf meinem Gepäckträger macht. Und jetzt, nach zahlreichen Reparaturversuchen löst sie sich quasi in Luft auf. Traurig!
Jetzt brauche ich eine neue Tasche. Aber genau so eine! Gleich groß, gleich leicht, ähnliches Material, gleiche Form, nur bei der Farbe bin ich flexibel. Das ist aussichtslos, oder? (Und bringe ich es jetzt wirklich übers Herz sie in den Müll zu werfen oder benutze ich sie so lange weiter, bis mein Schlüssel mal aus einem der Löcher fällt und ich meinem Vermieter eine neues Schließanlage schenken muss?)
Kleine Welt Erlebnisse
30. Juli 2009 10:29 Uhr
Es gibt Dinge, bei denen ich wahninnig anspruchslos bin, um nicht zu sagen, geizig. Konkret geht es um meine Tastatur und meine Maus. Einmal gekauft – mittelmäßiger Standard von Cherry und Logitec – und nie wieder darüber nachgedacht. Weil es funktioniert ja. Neulich hat mir Daniel seine ausrangierte Flitze-Maus von Razer quasi aufgezwungen, die ich auf “ganz ganz langsam” stellen musste und zwei Wochen lang war sie trotzdem schneller als ich. Jetzt hab ich mich daran gewöhnt und merke, dass das Arbeiten viel leichter und angenehmer ist. Weils Mausi schöner ausschaut, sich besser anfühlt, besser in der Hand liegt und eben flitzeflink ist (zugegeben, letzteres hätte ich auch mit meiner alten Maus haben können, aber freiwillig hätte ich die nie schneller eingestellt).
Also: Manchmal wäre es angebracht, auch über Dinge nachzudenken, mit denen man eigentlich zufrieden ist.
Allgemein, Kleine Welt Erlebnisse
27. Mai 2008 11:34 Uhr
Die Verpackung meiner neu gekauften Papiertaschentücher sind anders: grün, ocker, aber nicht blau. Und das führt dazu, dass ich sie ständig übersehe. Was für eine Konditionierung: Papiertaschentücher müssen eine blaue Verpackung haben.
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