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hannafakturblog


hallo2o12

10. Januar 2012 13:06 Uhr

Hier war es so still, als gäbe es mich gar nicht mehr. Dabei war ich nur ein paar Tage in Urlaub. Und irgendwie bin ich noch nicht so recht im neuen Jahr angekommen und muss noch etliche Projekte abschließen, bevor ich mich zu neuen Abenteuern aufmachen kann. Heute dran: Büro aufräumen.

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früher ist vorbei

30. November 2011 21:41 Uhr

Ich vermisse Omas Lebkuchen und wie es bei ihr im Wohnzimmer roch, nach Ölofen und Eukalyptusbonbons. Ich vermisse die Besuche von Frau Rosa und dem Luisle und der Hammer-Sophie, die immer bessere Pfirsiche (und Kartoffeln und Gurken und … ) hatte als Oma. Gertrud, die immer so lustig war, obwohl sie auch so alt war. Das alte Sofa, das neben dem klapprigen Küchentisch stand. Der gelbe Salzstreuer aus Kunststoff. Das Geräusch der Glasmurmeln in der Blechdose. Auf dem arschkalten Klo sitzen und sich wie immer fragen, warum der knalltürkisfarbene Klorollenhalter einen integrierten schwarzen Aschenbecher hat, obwohl doch keiner raucht. Das Toilettenpapier mit Aufdruck und Prägung bewundern. Warmes Ofenknistern in der Küche. Auf der Holzkiste sitzen und die Füße zum Aufwärmen in den Backofen strecken. Omabrot mit Butter und Marmelade. Und das Türklappgeräusch, wenn die Marmelade aus dem Buffet geholt wurde … wie es in dem Schrank roch weiß ich noch genau.

Was vermisst du?

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heilges schauern

29. November 2011 15:04 Uhr

Die Zeit vergeht immer schneller. Abends bin ich schon immer fleißig am Geschenke basteln und – zum Leidwesen meines Mannes – Weihnachtskassetten hören. Ich habe genau 2, und die werden rauf und runter gehört! Besonders gruselig findet er die zwischen Geschichten und Gedichten singenden Kinderchöre. Die sind auch wirklich nicht so dolle, aber nach 20 Jahren macht mir das wirklich nichts mehr aus. Am lustigsten finde ich “Ein Büblein steht am Weiher”, wegen der glotzenden Fische. Und bei  Eichendorffs “hehres Glänzen, heilges Schauern” krieg ich noch immer eine Gänsehaut.

Wie immer im Advent ärgere ich mich ein bisschen, dass ich nicht einfach für eine Weile klein sein kann, elf oder so. Da ist alles besser: das Leuchten und Blinken betört, der Weihnachtsmarkt bezaubert  und die Zeit bis Weihnachten scheint unendlich lang zu sein (keine Gedanken werden an Stromverschwendung, Glühweinleichen und Terminstress verschwendet). Hach.

Und wer mag: am Samstag ist Kinkerlitzchen.

kinkerlitzchen8

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wert/schätzung

2. November 2011 16:22 Uhr

Es tut mir weh, wenn einer der schönsten Terminkalender, die man im Schreibwarenladen kaufen kann, im Internet für nur 5€ verkauft wird. Es ist ein Kalender, der eine gewisse Wertigkeit suggeriert: schlicht, traditionsverbunden, mit leicht gelblichem Papier und einer Fadenbindung. Im Laden kostet der Kalender bestimmt mehr als das Doppelte. Und das finde ich gut so …

Das ist ähnlich traurig, als würde man sein Lieblingsbuch im Buchladen in großer Stückzahl in einer 2€-Ramschkiste finden. Draußen, im Nieselregen.

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vielfalt

20. Oktober 2011 11:56 Uhr

apfel1 apfel2

Äpfel. 6 verschiedenen Sorten.

Boskoop, Cox Orange, Winterrambur, Goldparmäne, ein grünlicher Schwippschwager des Winterrambours und ein unbekannter roter Apfel mit Pünktchen. Alle sind ganz schön hübsch, finde ich, und ich entdecke begeistert die Unterschiede. Abgesehen von Aussehen riecht jeder Apfel anders und fühlt sich anders an. Der Cox fühlt sich rau und matt an, der Winterrambur dagegen ist ganz fettig. Wie das zustande kommt, frage ich mich ja sowieso schon immer. Es ist doch ganz schön schlau, wenn sich Äpfel selber wachsen, um länger haltbar zu bleiben. Und auch die Apfelfarbe an sich, wie das rot und gelb gemischt ist, ist doch irgendwie ein Wunder. Und die Pünktchen erst!

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das gips doch nicht!

1. August 2011 16:27 Uhr

Gips. Schon ewig habe ich nichts mehr mit Gips gemacht, außer mal eine Erbse drin versenkt (Das kleine Erbschen saugt sämtliches Wasser aus einem Gipsklumpen, sprengt ihn und dann wächst sogar eine Erbsenpflanze daraus! Wenn man mit der Freude haben will sollte man ihr dann allerdings etwas Erde und weiteres Wasser gönnen.). Gips ist lustig. Einmal ein- und ausgeatmet und das Zeug ist hart. (Deshalb ist es schön, dass es zum Wände verspachteln Spachtelmassen gibt, die sich ein paar viele Atemzüge mehr verarbeiten lassen. Doch zurück zum Gips.) Ich versuche mich gerade an einer Gießform. Ich frage mich allerdings schon, ob ich das Positiv jemals wieder aus dem Gips heraus bekomme. Gut, dass es nur ein Testlauf mit einer Erdnuss und einer Walnuss ist. ich bin gespannt auf Morgen!

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18. Juli 2011 16:08 Uhr

… und dann, ganz plötzlich, und fast etwas unpassend, wenn man das Trübsal vorher bedenkt, ist es da.  Ein großes, überschwemmendes Glücksgefühl, wie aus heiterem Himmel, während ich durch den Regen radle. Und alles ist wieder gut. Solche Sonntage sind mir die liebsten!

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idee

1. Juni 2011 10:25 Uhr

Wer auch als Vegetarier gerne mal so aussehen mag, als hätte er eben ein Huhn geschlachtet, dem kann ich empfehlen ein Kilo Kirschen zu entsteinen.

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love is in the air

29. Mai 2011 12:53 Uhr

Es ist wie ein Wunder, das alles, die Musik. Manche Melodien kann ich im Kopf zwar hören, aber nicht mitsummen. Die Gesamtheit ist präsent, aber nicht in Einzelheiten zerlegbar und schon gar nicht reproduzierbar. Letzte Woche hab ich zufällig Noten einer solchen Melodie gefunden, und es ist so überwältigend! Dass etwas für mich Koplexes, das vorher nicht anfassbar war, nun in Details vor mir liegt und greifbar wird, sich mir erschließt. Das ist wie ein Wunder. Warum nur habe ich nicht schon vor Jahren angefangen Klavier spielen zu lernen?

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kopfsalat

4. Mai 2011 15:52 Uhr

Es gibt so Tage … heute zum Beispiel. Kopfschmerztabletten machen meinen Kopf zur flauschigen Wattewolke. Fühlt sich nicht schlecht an, denkt aber schlecht: aus Versehen alle im Browser gespeicherten Passwörter gelöscht (inklusive Benutzernamen). Und ich mache seit Stunden vom selben Motiv Fotos, und das einzige perfekt scharfgestellte ist falsch beleuchtet. Menno. Ich koch mir jetzt erst Nudeln zum Trösten, und dann werde ich mich weiter mit der Fotografie vergnügen. So schwer kann das doch nicht sein. Guter Laune bin ich übrigens trotz allem.

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